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Neumünster | MBA Neumünster

Großfeuer in MBA Neumünster - Schwieriger Einsatz mit großer Hitze

Neumünster (nyf). Gegen 23.15 Uhr am Mittwoch, 16.11 wurde die Berufsfeuerwehr Neumünster zur einer der Brandmeldeanlagen in der MBA Neumünster GmbH (mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage) im Padenstedter Weg 1 in Neumünster alarmiert. Bei Ankunft des Löschzuges war schnell klar, dass das keine ruhige Nacht für die rund 140 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Regieeinheit, DRK, Technische Einsatzleitung und der Berufsfeuerwehr Neumünster werden wird.

Auf dem Gelände der MBA brennt aktuell in der Rottenhalle 2 die Abschnitte 1 bis 4 in voller Ausdehnung.

Die MBA Neumünster GmbH ist ein Unternehmen der Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft. Sie produziert Ersatzbrennstoffe und Wertstofffraktionen aus Hausmüll und Gewerbeabfällen. Die Löscharbeiten gestalteten sich zu Anfang sehr schwierig. Da die Wasserversorgung auf dem Gelände nicht ausreichend war, mussten separate Wasserleitungen verlegt werden. Um eine bessere Wirkung des Löscheinsatzes zu erzielen wurde Schaummittel eingesetzt. Die Hauptlöschwirkung des Schaums beruht auf dem Ersticken durch Abdecken. Schaum hat durch seinen Wasseranteil auch eine abkühlende Wirkung, die seinen Einsatz bei Bränden fester glutbildender Stoffe ermöglicht.

Im Verlauf des Einsatzes wurde das Einsatzstichwort noch erhöht, sodass auch die Freiwilligen Feuerwehren Wittorf, Mitte und Gadeland zur Unterstützung eintrafen. Außerdem wurde aus dem Umland die Freiwillige Feuerwehr Bönebüttel-Husberg alarmiert, sowie Teile der Feuerwehren aus Rendsburg und Bordesholm, welche bei den Löscharbeiten mit Schaum unterstützen. „ Schwierig war der Zugang zum eigentlichen Brandereignis“, so Marc Kutyniok, Chef der Berufsfeuerwehr Neumünster vor Ort. „Innerhalb der Halle hatten wir nur von vorne Zugang zum Feuer, später dann auch von oben, da das Dach durchgebrannt ist. Die Einsatzdauer ist noch nicht abzusehen, da der aufgetürmte Müllberg auseinandergezogen und mit Schaum eingeschaumt werden muss, dies wird noch einige Stunden dauern. Zusätzlich gibt es für den Raum Neumünster ab 5 Uhr eine Sturmwarnung mit Sturmstärke 9, die den Einsatz des Hubrettungsfahrzeugs fraglich macht.“, berichtet Marc Kutyniok weiter. Das brennende Material ist stark verdichtet auf einer relativ kleinen Fläche und produziert eine gefährliche Hitze, eine weitere Schwierigkeit für die Einsatzkräfte. Für die weiteren Arbeiten wurde am frühen Morgen zusätzlich das THW angefordert.

Foto und Text: Berufsfeuerwehr Neumünster / Thomas Nyfeler

neumuenster MBA Neumünster
Veröffentlicht am 17.11.2022
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