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Neumünster | Kirchenkreises Altholstein

Ich bin o.k. wie ich bin: 250 Konfirmanden in Neumünster

Neumünster (em) „Das Rot steht für einen Theatervorhang“, sagt Linh. Mit dem Pinsel deutet sie auf eine Farbfläche an der Stirn einer puderweißen Maske. „Das steht dafür, dass ich gerne Schauspielerin werden möchte“, erklärt die 13-Jährige aus Einfeld. Linh hat sich beim „Konfitag“ in Neumünster für den Workshop „Masken gestalten - Manchmal möchte ich anders sein“ entschieden.

Am Samstag sind zu diesem Ereignis im Schatten der Anscharkiche rund 250 Jugendliche gekommen: aus Heikendorf genauso wie aus Flintbek, Neumünster und Bad Bramstedt. Alle sind zwischen 11 und 14 Jahre alt, und alle bereiten sich auf die Konfirmation vor.
„Beim Masken gestalten geht es um die Frage, was ich eigentlich sein will“, erläutert Christiane Ellger. Die Pastorin aus Kisdorf leitet diesen Workshop, denn sie findet, dass Kreativität im Konfirmandenunterricht manchmal zu kurz kommt. Zum Einstieg hat sie den jungen Leuten Fragen zum Nachdenken gegeben: ob sie Vorbilder haben, welche Eigenschaft sie an sich mögen, ob sie gerne anders aussehen würden. Damit das nicht theoretisch bleibt, setzen die Jungen und Mädchen ihre Gedanken in Farbe um. „Und mit einer Maske kann ich in eine Rolle schlüpfen, ich kann sie sogar aufsetzen“, bemerkt Ellger.

Unter 13 Workshops können die Jugendlichen auswählen. Sie alle ranken sich um die Überschrift „Ich bin o.k. wie ich bin.“ Die Jungen und Mädchen befassen sich mit dem Umgang in Sozialen Netzwerken, sie suche in der Bibel nach Antworten, sie tauschen sich mit dem Gefängnisseelsorger aus oder sie basteln so wie Renee beleuchtete Bilderrahmen. „Gott wir lieben dich und du liebst uns“ hat das Mädchen aus dem Neumünsteraner Stadtteil Gartenstadt kunstvoll in Rahmen geschrieben. „Ich finde diesen Tag richtig gut, weil wir viel zusammen machen können“, ist Renee begeistert. Nach der Mittagspause will sie im Workshop „JiMs Bar“ noch erfahren, wie man alkoholfreie Cocktails mixt.

Apropos Mittagspause: Es gibt Hotdogs und zwar 750 Stück in Zelten und Jurten, die Neumünsteraner Pfadfinder auf der Wiese hinter der Anscharkirche aufgestellt haben. Propst Stefan Block schaut in den Workshops vorbei, kommt mit den Jugendlichen ins Gespräch. „Ich finde es toll, dass wir uns als Kirche heute allen Fragen der Jugendlichen stellen, dass es keine Tabus gibt, sondern über alles kritisch diskutiert wird. Und gleichzeitig können die Konfirmandinnen und Konfirmanden hier spirituelle Erfahrungen machen“, freut sich der leitende Geistliche.

„Schnell, die Jurte bricht zusammen“, ruft es plötzlich über das Gelände. Schon laufen Helfer zusammen. „Das geht ja wie bei der Feuerwehr“, lacht Nils Meyer. Der Referent für Jugendkirche beim Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein hat den Konfitag mit einem Team von zehn Leuten organisiert. Er findet bereits zum zweiten Mal in Neumünster statt. „Weil das Gelände super ist, wir sind mitten in der Stadt, mitten unter den Menschen. Wir machen die Kirchentüren auf und für die Konfis ist das ein richtiges Erlebnis.“

Foto: Sorgfältig bemalt Linh (13) aus Einfeld ihre Maske beim Konfitag an der Anscharkirche.

neumuenster Kirchenkreises Altholstein
Veröffentlicht am 12.09.2022
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