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Neumünster | Kirchenkreis Altholstein

Kirchenkreis-Haushalt unter Dach und Fach

Neumünster (em) Mit großer Mehrheit hat die Synode des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein am Mittwoch den Haushaltsplan für das Jahr 2021 beschlossen. Demnach müssen die 53 Kirchengemeinden mit sieben Prozent weniger Mitteln auskommen als noch im Vorjahr, sie erhalten insgesamt 12 Millionen Euro für ihre Arbeit vor Ort. Auch der Kirchenkreis selbst erhält entsprechend weniger.

„Wir haben 3,8 Millionen aus der Rücklage entnommen, sonst wäre das Minus doppelt so hoch ausgefallen“, machte Matthias Gemmer den Synodalen klar. Er brachte den Haushalt für den Kirchenkreisrat in diese erste digitale Sitzung via ZOOM ein. „Wenn wir weiterhin so viel Geld entnehmen, dann sind unsere Rücklagen nach vier Jahren aufgebracht“, fand Gemmer deutliche Worte. Man käme nicht darum herum, auch unpopuläre Entscheidungen zu fällen. Dabei gelte es stets deutlich zu machen, wofür die Kirche stehe. Dem Altholsteiner Haushalt 2021 bescheinigte Gemmer, dass er solide aufgestellt sei und die Arbeit im Kirchenkreis so gut wie möglich absichere. Erleichterung nach der positiven Abstimmung: „Vielen Dank an die Synode für das große Vertrauen auch in schwierigen Zeiten“, schrieb Gemmer an alle Teilnehmer der Sitzung im Chat.

Durch eben diese schwierigen Zeiten will Propst Stefan Block den Kirchenkreis Altholstein leiten. In der Synode bewarb sich der Neumünsteraner Theologe um seine Wiederwahl bis zu seinem Ruhestand im Herbst 2024. Er erinnerte in seiner knapp 20-minütigen Rede daran, dass seit seinem Amtsantritt im Jahr 2001 schon mehrere Krisen die Welt und die Kirche erschüttert hätten. Als Schlagworte nannte er den 9. September, Fukushima, die Flucht vieler Menschen nach Deutschland im Jahr 2015 und die Corona-Pandemie. „Meine Rolle sah ich in dieser Zeit darin, Ihnen vor Ort Orientierung im Dschungel der Meldungen und Verordnungen zu geben, Vernetzung anzubieten und hin und wieder den Blick zu weiten: seelsorgerlich wie als Theologe. Und so bei Ihnen zu sein, nicht zuletzt im Gebet“, machte Block deutlich. Den Blick auf die Zukunft gerichtet, wolle er Perspektiven benennen, diskutieren und neue Wege anbahnen. Das gelte für den Klimaschutz genauso wie für die bevorstehende Pfarrstellenplanung, für die mit weniger Pastorinnen und Pastoren kalkuliert wird. Im Blick auf seine Rolle in der Stadt strich Block heraus: „Neumünster muss auf jeden Fall ein kirchliches Zentrum mit einer pröpstlichen Person bleiben.“

Unterstützt wurde die Bewerbung Blocks vom Kirchenkreisrat. Dessen Vorsitzende Pröpstin Almut Witt beschrieb ihn: „als jemanden, der die Geschichte kennt und sie in guter Weise einbringen kann für das, was morgen wichtig ist“. Worum es auch gehe, Block sei mit ganzem Herzen dabei und sehr fair: „Auch dann, wenn er sich mit richtungsweisenden Entscheidungen vielleicht nicht nur Freunde macht.“

Auch der Schleswiger Bischof Gothart Maagard, der sich zur Sitzung zugeschaltet hatte, empfahl den Altholsteiner Synodalen den Kandidaten zur Wiederwahl: „Selbst nach 20 Jahren im Amt wirkt Stefan Block nie müde, sondern er ist jemand, der neue Herausforderungen annimmt. Ein Mensch mit Humor und Inspiration.“

Die eigentliche Abstimmung findet aus rechtlichen Gründen per Briefwahl statt. Mit einem Ergebnis wird am 23. März gerechnet.

Online hat die Synode am Mittwoch zwei Stellvertreterposten besetzt: Neu im Kirchenkreisrat ist Reinfried Barnett, der Kantor zieht für die Mitarbeitenden in das Gremium ein. Im Finanzausschuss bestimmt nun Susanne Franzen, Kita-Leitung in Rickling, als stellvertretendes Mitglied mit.

Der Finanzausschuss war es auch, der den Jahresabschluss 2019 in die digitale Synodensitzung einbrachte. Er erhielt praktisch ungeteilte Zustimmung. Das traf auch auf den Wechsel der Kindertagesstätte der Kieler Emmaus-Kirchengemeinde in die Trägerschaft des Kirchenkreises zu.

Nach der Synode ist vor der Synode. Bereits am 27. März kommt das Kirchenparlament erneut zusammen, wegen Corona wieder digital. Auf der Tagesordnung steht dann unter anderem die Pfarrstellenplanung im Kirchenkreis Altholstein.

Foto: Nach einem Corona-Schnelltest leitete das Synodenpräsidium die Online-Sitzung live aus Kiel: Simone Pottmann, Michael Rapp und Ulf Schönenberg-Wessel (v. l.)

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