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Neumünster | KDW — Kulturverein Dada am Waschpohl e. V

Kinogenuss im KDW

Neumünster (em) Für Cineasten bietet das KDW für die kommenden Wochen folgende Filme. Das Programm ist aus bekannten Gründen sehr überschaubar. Bei großer Nachfrage wird das KDW kurzfristig weitere Termine aufnehmen.

Wegen der Hygieneauflagen dürfen nur max. 12 Plätze besetzt werden. Diese werden nur gegen Vorbestellung vergeben. Einlass ist ab 19.45 Uhr

Mi. 15. Juli 2020, 20 Uhr | Die perfekte Kandidatin
Maryam ist eine Ärztin in einer kleinen Stadt in Saudi-Arabien. Trotz ihrer exzellenten Fähigkeiten muss sie sich jeden Tag aufs Neue den Respekt der Mitarbeiter und der Patienten erkämpfen. Wütend macht Maryam vor allem der Zustand der Straße vor der Klinik. Weil die Stadt die Zufahrt nicht asphaltiert, bleiben die Patienten regelmäßig im Schlamm stecken. Maryam will Veränderung und bewirbt sich um eine bessere Stelle in Dubai. Doch wegen einer Formalität und weil sie keine männliche Begleitung hat, lässt man sie nicht reisen. Maryam sucht Hilfe bei einem entfernten Cousin. Doch der Zufall will es, dass der als Beamter nur Kandidaten für die anberaumte Wahl des Stadtrats empfängt. Vor allem aus Trotz erklärt sich Maryam kurzerhand zur Kandidatin. Erst später wird ihr klar, welche Chance zwischen der bürokratischen Willkür lauert: als Stadträtin könnte sie die Asphaltierung der Klinik-Zufahrt selbst in die Hand nehmen. Maryam und ihre beiden Schwestern treten eine Kampagne los, die nicht zu übersehen ist. An jeder Ecke lauern Restriktionen für Frauen; trotzdem wird Maryams Stimme lauter, ihre Auftritte mutiger, ihre Forderungen radikaler. Die junge Ärztin, die vom lang erkämpften Recht auf ein eigenes Auto wie selbstverständlich Gebrauch macht, besteht nun auch auf die Straße, auf der sie fahren kann.

Mi. 22. Juli 2020, 20 Uhr, In der Reihe Musikfilme - Measha Brueggersgosman – SONGS OF FREEDOM
Die bekannte kanadische Sopranistin Measha Brueggergosman erforscht und singt populäre „Freedom Songs“, die aus Afrika über den Sklavenhandel nach Amerika und dann über die Underground-Railroad nach Kanada gelangten. Die Sängerin nimmt die Zuschauer in dem Dokumentarfilm mit auf eine Reise von Maritime Canada, wo ihre Familie seit mehr als 200 Jahren lebt, nach Kamerun, wo ihre Vorfahren im 18. Jahrhundert als Sklaven verkauft und nach Amerika verschifft wurden. Für die Sängerin ist diese Reise sowohl musikalisch, soziologisch, persönlich, historisch, intim und episch zugleich. Während der Tour untersucht Measha die Rolle der Musik in den turbulenten Kapiteln der nordamerikanischen Geschichte. Neben Brueggergosmans Geschichte und Stimme wird auch der Ebenezar Choir aus Kamerun vorgestellt und der Sänger Sanzy Viany, der ebenfalls aus Kamerun stammt. Sprache: Englisch (OmdU)

Mi. 29. Juli 2020, 20 Uhr Vom Gießen des Zitronenbaums (It must be Heaven)
Der Künstler Elia kommt aus Nazareth und muss sich über Land und Leute doch sehr wundern. Schon der eigene Garten und seine Zitronenbäume sind vor den Begehrlichkeiten der Nachbarn nicht sicher. Bald bricht Elia auf, um anderswo heimisch zu werden und die seltsame Einsamkeit des kopfschüttelnden Beobachters hinter sich zu lassen. Er geht in jene Länder, wo die Frauen frei sind und die Kunst so schön tolerant, wo die Parks öffentlich sind und niemand nachbarliche Zitronen stiehlt. Elia wird zum Kundschafter in den westlichsten Metropolen, Paris und New York. Auf seinen Streifzügen durch die Räume des Urbanen gerät er zwischen aggressive Parkbesucher, ferngesteuerte Touristen, rollende Polizisten und bis an die Zähne bewaffnete Spaziergänger. Erneut muss sich Elia wundern, doch aus dem Wundern wird bald ein nur zu bekanntes Befremden. Auch hier ist die Welt aus den Fugen geraten, haust ein Schrecken in den Begegnungen. Immer kleiner wird die Mimik dessen, der als Heimatsuchender ankam und zur Teilnahmslosigkeit verurteilt ist. Und immer größer wird das Ausmaß des Absurden, das zu unserer Normalität geworden ist. Bleibt am Ende nur die Freundschaft mit einem kleinen, frechen Vogel? Elia kehrt zu seinem Garten in Nazareth zurück und muss sich abermals wundern: über einen liebevoll gepflegten und gedeihenden Zitronenbaum.

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