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Neumünster | IHK

100-prozentige Haftungsfreistellung für KfW Kredite

Neumünster (em) Die umfangreichen Hilfspakte von Bund und Land können in der Corona-Krise Unternehmen aller Größen und Branchen helfen, sich im Markt zu halten. Allerdings besteht nach Auffassung der IHK Schleswig-Holstein noch erheblicher Nachbesserungsbedarf.

Dass dabei vor allem sehr schnell gehandelt werden muss, betonen Friederike C. Kühn, Präses der IHK zu Lübeck, Rolf Eijvind Sörensen, Präsident der IHK Flensburg und Klaus-Hinrich Vater, Präsident der IHK zu Kiel.

Jetzt benötige die in Schleswig-Holstein mittelständisch geprägte Wirtschaft schnelle Liquiditätshilfen, wie sie mit dem Sonderprogramm des Bundes und ergänzenden Mittel des Landes in Aussicht stehen. Die Vergabe von Überbrückungskrediten drohe allerdings nicht schnell genug zu erfolgen, sagt Präsident Vater.

„Leider ist vorgesehen, dass die Banken weiterhin mindestens zehn Prozent der Risiken aus dem Neugeschäft mit dem KfW-Programm halten müssen. Das kann die Kreditprüfung verlangsamen. Wir fordern daher weiterhin gemeinsam mit dem DIHK eine Haftungsfreistellung der Hausbanken von 100 Prozent für diese KfW-Kredite vor allem für kleine und mittlere Unternehmen, sichergestellt durch eine 100-prozentige Staatsgarantie“, so Vater.

„Ansonsten befürchten wir die Zahlungsunfähigkeit zahlreicher Betriebe schon im kommenden Monat.“ „Ein Blick in andere Bundesländer zeigt, dass es dort auch Zuschüsse für Unternehmen in Not gibt, die über die Bundesmittel hinausgehen. Im Interesse unserer insgesamt rund 175.000 Mitglieder setzen wir uns als Landesarbeitsgemeinschaft der IHK Schleswig-Holstein im konstruktiven Dialog mit der Landesregierung dafür ein“, so Präsident Sörensen.

Weitere unbürokratische Liquiditätshilfen sind Steuerstundungen. „Mit der zinsfreien Stundung fälliger oder fällig werdender Steuern und der Anpassung der Vorauszahlungen sind wir in Schleswig-Holstein schon sehr weit. Aber bei der Stundung von Vorauszahlungen fehlt es noch an Klarheit“, betont Präses Kühn. Immerhin sei die Erstattung der bereits geleisteten Umsatzsteuersondervorauszahlung bereits möglich. Unternehmen sollten sich dafür direkt an ihr Finanzamt wenden.

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