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Neumünster | Agentur für Arbeit Neumünster

Nachfrage nach Arbeitskräften eingebrochen

Neumünster (em) Im Januar haben sich in Mittelholstein mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im Dezember. „Der harte Lockdown macht sich zum Jahresbeginn bemerkbar und führt neben den üblichen Saisoneffekten zu einer steigenden Zahl der Arbeitslosen. Einerseits benötigen gerade die von den Corona-Einschränkungen stark betroffenen Unternehmen weniger Personal, andererseits laufen viele Verträge fristgerecht zum Jahresende aus“, kommentiert Michaela Bagger, Leiterin der Agentur für Arbeit Neumünster, die aktuellen Zahlen.

Arbeitslosigkeit Im Bezirk der Agentur für Arbeit Neumünster sind im Januar 10.931 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 630 mehr als im Dezember (plus 6,1 Prozent) und 1.624 mehr als ein Jahr zuvor (plus 17,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt 5,9 Prozent. Im Dezember lag sie bei 5,5 Prozent und vor einem Jahr bei 5,0 Prozent.

Auch in Krisenzeiten herrscht auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung. Dabei zeigt sich aktuell, dass sich die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Vergleich zum Vorjahresmonat verringerte (um 50 Personen / minus 4,5 Prozent). Gleichzeitig haben 542 Menschen eine neue Beschäftigung aufgenommen, 62 oder 12,9 Prozent mehr als im Januar 2020. „Die Entwicklung zeigt, dass das Instrument der Kurzarbeit wirkt. Ein höherer Zugang Erwerbstätiger in die Arbeitslosigkeit wird so verhindert. Unternehmen sind in die Lage versetzt, ihre Fachkräfte zu halten. Und viele Fimen stellen auch weiter ein,“ so Bagger.

Unterbeschäftigung und Arbeitsmarktförderung
Die Zahl der Unterbeschäftigten ist im Januar mit 14.231 im Vergleich zum Vormonat um 371 gestiegen (plus 2,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 1.105 gestiegen (plus 8,4 Prozent). Sie fasst die Zahl der Arbeitslosen mit der Zahl derer zusammen, die aufgrund gesetzlicher Regelungen nur deshalb nicht als Arbeitslose gezählt werden, weil sie derzeit an einer Weiterbildung oder sonstigen Förderung wie einer Arbeitsgelegenheit („Ein-Euro- Job“) teilnehmen oder kurzfristig erkrankt sind. Der Anstieg der Unterbeschäftigung im Vergleich zum Vorjahr ist einerseits der gestiegenen Arbeitslosigkeit geschuldet. Darüber hinaus liegt die Arbeitsmarktentlastung durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen noch unter dem Vorjahresniveau. Die Teilnehmerzahlen steigen zwar nach und nach wieder, liegen aber zum Teil noch deutlich unter dem Vorjahreswert: In Maßnahmen der Aktivierung und beruflichen Eingliederung befinden sich im Januar 947 Teilnehmer*innen und in der beruflichen Weiterbildung 559 Personen (50 bzw. 83 weniger als ein Jahr zuvor). Der größte Rückgang mit minus 187 Teilnehmern gegenüber dem Vorjahr ist bei der Fremdförderung zu verzeichnen, worunter insbesondere Integrationskurse gefasst sind.

Arbeitsagentur und Jobcenter
Die Zahl der bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldeten Menschen (Arbeitslosengeld I) beträgt im Januar 4.910 Personen – 396 mehr als im Dezember (plus 8,8 Prozent) und 1.159 mehr als vor einem Jahr (plus 30,9 Prozent). Die Zahl der Unterbeschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahr um 1.050 auf 5.629 (plus 22,9 Prozent). Bei den Jobcentern sind im Januar 6.021 Menschen (Arbeitslosengeld II) arbeitslos gemeldet. Das sind 234 mehr als im Dezember (plus 4,0 Prozent) und 465 mehr als ein Jahr zuvor (plus 8,4 Prozent). Die Zahl der Unterbeschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahr um 55 auf 8.602 (plus 0,6 Prozent).

Stellenangebot
Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service (gAG-S) der Agentur für Arbeit und der Jobcenter wurden im Januar 425 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet – 159 weniger als im Dezember (minus 27,2 Prozent) und 99 weniger als vor einem Jahr (minus 18,9 Prozent). Die meisten Stellenangebote kamen im Januar aus der Zeitarbeit, der öffentlichen Verwaltung und dem Gesundheits- und Sozialwesen. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres sank die Nachfrage insbesondere im Handel sowie im Gast- und Baugewerbe.

Der regionale Arbeitsmarkt in der Stadt Neumünster
• sind im Januar 4.080 Menschen arbeitslos gemeldet – 170 mehr als im Dezember (plus 4,3 Prozent) und 558 mehr als vor einem Jahr (plus 15,8 Prozent).
• beträgt die Arbeitslosenquote aktuell 9,5 Prozent. Im Dezember lag sie bei 9,1 Prozent und vor einem Jahr bei 8,2 Prozent.
• stieg die Unterbeschäftigung von Dezember auf Januar auf 5.268 (plus 78 oder 1,5 Prozent). Vor einem Jahr lag sie bei 4.855 (plus 413 oder 8,5 Prozent).
• wurden dem gAG-S im Januar 153 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet – 30 weniger als im Dezember (minus 16,4 Prozent) und drei weniger als vor einem Jahr (minus 1,9 Prozent).

Kurzarbeit

Seit März 2020 bis Mitte Januar 2021 haben in Mittelholstein 4.328 Betriebe Kurzarbeit angemeldet. Die von den Betrieben in den Anzeigen benannte voraussichtliche Zahl der betroffenen Beschäftigten liegt bei 44.552. In der Stadt Neumünster betrifft dies 1.153 Betriebe mit maximal 11.959 betroffenen Mitarbeiter*innen, im Kreis Rendsburg-Eckernförde 3.175 Betriebe mit maximal 32.593 betroffenen Mitarbeiter*innen. „Die Zahl neuer Anzeigen über Kurzarbeit hatte nach dem Höchststand im April 2020 in den Folgemonaten deutlich abgenommen. Ab November steigt sie wieder: Die Situation für Betriebe hat sich im Zuge der seit 02.11.2020 geltenden stärkeren Einschränkungen und dem strikteren Lockdown ab 16.12.2020 weiter verschärft,“ so Bagger. „Für die Abrechnung der Kurzarbeit haben Unternehmen drei Monate Zeit. Nunmehr liegen die Daten für die Inanspruchnahme für den Monat September 2020 auf Agenturebene vor.“ erläutert Bagger weiter. In Mittelholstein sank danach die Anzahl der kurzarbeitenden Betriebe auf 661 (98 weniger als im August). Die Zahl der kurzarbeitenden Beschäftigten sank auf 4.034 (290 weniger als im August). Am stärksten betroffen sind die Wirtschaftszweige Handel, Gesundheitswesen und Gastgewerbe.

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