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Neumünster | vhs-Sternwarte

„Blutmond“ – Die totale Mondfinsternis

Neumünster (em) Ein kosmisches Schattenspiel erwartet uns am Morgen des 21. Januar, denn der Mond durchläuft den Schatten der Erde und färbt sich für über eine Stunde blutrot. Es handelt sich dabei um die einzige in Deutschland sichtbare totale Mondfinsternis des Jahres.

Blutmond wird so eine totale Mondfinsternis im Volksmund genannt, und der nächste Blutmond ist erst im Jahr 2025 zu sehen.

Was ist der „Blutmond“?
Von einem sog. Blutmond spricht man immer dann, wenn der Vollmond komplett im Schatten der Erde verschwindet. Astronomen reden dann von einer totalen Verfinsterung. Der Mond wird dann nicht mehr von der Sonne beleuchtet und bekommt nur ein wenig Licht, welches von der Erdatmosphäre auf die Mondoberfläche gestreut wird. Dieses Phänomen kennen wir vom Sonnenauf- bzw. -untergang. Wenn das Sonnenlicht flach in die Atmosphäre einfällt, werden die Blauanteile herausgefiltert und rötliches Licht bleibt übrig. Der Mond erscheint deshalb während der totalen Phase in einer kupferroten Färbung, weshalb die totale Mondfinsternis im Volksmund wohl „Blutmond“ genannt wird.

Wie kann ich die Mondfinsternis am besten beobachten?

Hier eine kleine Vorschau, mit der Hoffnung auf einen klaren Himmel. Um 3.35 Uhr MEZ beginnt der Mond, in den Halbschatten der Erde einzutreten. Das wird zunächst kaum zu bemerken sein. Erst wenn der Mond ab 4.33 Uhr in den Kernschatten eintritt, wird er vom linken Rand her langsam dunkler. Während der gesamten Finsternis wird der Mond in Richtung Westen zu sehen sein. Da er sich aber langsam gen Horizont neigt, sollte man sich einen Beobachtungsplatz mit guter Horizontsicht in Richtung Westen suchen.

Um 5.40 Uhr beginnt die totale Phase, der Mond befindet sich jetzt vollständig im Kernschatten der Erde, ist verdunkelt und hat nur noch einen roten Schimmer wie auf unserem Foto. Man kann jetzt auch Sterne in seiner Umgebung sehen. Bei Vollmond ist das sonst nicht möglich, weil er uns blendet. Rechts vom Mond und etwas höher stehen zwei helle Fixsterne, das sind die Zwillinge Castor und Pollux. Die totale Phase der Finsternis dauert bis 6.43 Uhr. Danach wird der Mond langsam vom rechten Rand her wieder heller. Wenn er um 8.37 untergeht, ist auch die Finsternis fast vorbei.

vhs-Sternwarte Neumünster leider geschlossen:
Während bei der Jahrhundertmondfinsternis im vergangenen Sommer hunderte Besucher zur vhs-Sternwarte pilgerten, muss die Sternwartenkuppel diesmal leider geschlossen bleiben. Aufgrund des ungünstigen Termins am Montagmorgen rechnen die ehrenamtlich engagierten Sternkieker kaum mit Besuchern. MoFi-Fans sollten sich daher lieber mit dem eigenen Fernglas oder Fernrohr auf Beobachtungstour begeben. Auch einige Mitglieder der vhs-Sternwarte Neumünster wollen sich bei passendem Wetter an verschiedenen Orten im Land auf Fotosafari begeben. Die nächste Chance auf die Beobachtung einer totalen Mondfinsternis gibt es erst am 7. September 2025.

Ausführlichere Informationen zur Mondfinsternis am 21. Januar hier: www.sternwarte-nms.de

Foto: ©Marco Ludwig

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