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Neumünster | ver.di

Wohnraumbeschaffung in Neumünster

Neumünster (em) Für das Jahr 2030 verkündete OB Tauras beim Neujahrsempfang seine Vision von der Großstadt Neumünster mit 90.000 Einwohnern. Laut Stadtplanung ist dabei von einem Bedarf von 5.200 zusätzlichen Wohnungen auszugehen.

Besondere Nachfrage werde von Ein- bis Zweipersonenhaushalten mit wenig Einkommen ausgehen. Vor diesem Hintergrund hat sich der ver.di-Ortsverein Neumünster die Programme der Parteien zur letzten Kommunalwahl vorgenommen und dabei festgestellt, dass hier zwischen den Zielvorgaben der einzelnen Parteien gravierende, z.T. überraschende Unterschiede bestehen. „Die Frage ist jetzt, welche der wohnraumpolitischen Zielvorstellungen sich bei der Planung der verschiedenen Bebauungsvorhaben durchsetzen,“ stellt Christof Ostheimer für den ver.di-Ortsverein fest, „die der linken und sozialdemokratischen oder die der bürgerlichen Fraktionen unserer Ratsversammlung“.

In der Berichterstattung über die aktuell diskutierten Bauvorhaben auf dem Gelände der ehemaligen Scholz-Kaserne und der ehemaligen Stock-Guss-Fabrik oder auch des „genossenschaftlichen Wohnprojekts“ in der Christianstraße finden sich die Nachfrageinteressen von Menschen mit niedrigem Einkommen jedenfalls nicht wieder. Nirgends ist auch nur die Rede von sozialem Wohnungsbau oder von Zielvorgaben für max. Mieten, die für Menschen mit geringem Einkommen tatsächlich auch bezahlbar sind. Diese Frage kann man nicht dem freien Spiel des Marktes überlassen, meint der ver.di-Ortsverein, sondern muss sie seitens der Ratsversammlung durch die Festlegung von Mindestanteilen bezahlbaren Wohnraums für die Bebauungspläne in sozial verträgliche Bahnen lenken. Dabei muss definiert sein, was unter bezahlbar zu verstehen ist, z.B. durch Festlegung des max. Anteils der Mietkosten an den Nettoeinkommen der betreffenden Haushalte. Auch die zukünftigen Studierenden in einem Hochschulfachbereich Pflegemanagement, dessen Ansiedlung in Neumünster vom ver.di-Ortsverein ausdrücklich unterstützt wird, werden auf Wohnungen mit niedrigen Mieten angewiesen sein. Ein zusätzliches Argument für sozialen Wohnungsbau in der zukünftigen Großstadt Neumünster!

ver.di will die Ratsparteien nicht aus der Verantwortung für die Wohnraumschaffung, gerade auch für Arbeitnehmer*innen mit geringerem Einkommen, entlassen und plant deshalb eine öffentliche Befragung der demokratischen Ratsfraktionen, zu der auch die Expert*innen von Mieterverein, Haus&Grund sowie dem Sozialverband Deutschland hinzugezogen werden sollen. Dieses Gespräch soll noch im Frühjahr stattfinden, sagt Almut Auerbach, die Geschäftsführerin des ver.di-Bezirks Südholstein.

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