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Neumünster | Stadt Neumünster

Baumschnittarbeiten an der Blutbuche am Max-Roer-Platz

Neumünster (em) Die Stadt Neumünster weist darauf hin, dass an der Blutbuche auf dem Max-Roer-Platz jetzt Baumschnittarbeiten durchgeführt werden müssen. Die etwa 80 Jahre alte Blutbuche ist ein vielen Neumünsteranern bekannter Baum. Er prägt das Ortsbild, gehört zu den Naturdenkmalen der Stadt und fügt sich selbstverständlich in das denkmalgeschützte Ensemble der gründerzeitlichen Villen und ihrer Gärten an der Marienstraße ein.

Bei dem Baum wird seit einigen Jahren eine starke Rückbildung der Krone beobachtet, die auf eine Unterversorgung ganzer Kronenteile zurückgeht. Lediglich ein zur Marienstraße gerichteter Stämmling ist hiervon noch nicht erfasst. In den vergangenen Jahren wurde – letztlich ohne Erfolg – versucht, der fortschreitenden Kronenrückbildung durch Düngung, Bodenlockerung und Freistellung des Baumes vom Schattendruck benachbarter Großbäume entgegenzuwirken.

Eine der möglichen Ursachen sind lange zurückliegende und nicht rückgängig zu machende Beeinträchtigungen des Baumstandortes im Zuge von Bauarbeiten. Es verändert sich deutlich und nachteilig das Erscheinungsbild des Baumes. Eine der Folgen sind verstärkte Totholzbildung und einsetzende Ausbreitung holzzerstörender Pilze im abgestorbenen oder geschwächten Stammholz.

Um den Baum verkehrssicher und mit positivem Erscheinungsbild für die nächsten Jahre im Stadtbild erhalten zu können, soll nun die Baumkrone in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Denkmalschutzbehörde um 2/3 des Kronenumfanges von den Mitarbeitern des Technischen Betriebszentrums zurückgenommen werden. Der notwendig starke Rückschnitt lässt als positive Reaktion zunächst eine kräftige Wiederbegrünung der dann deutlich verkleinerten Krone erwarten. Eine erhaltende Kronenpflege schließt sich in den Folgejahren an. Der weitere Rückbildungsprozess – so die Prognose – dürfte aber nicht aufzuhalten sein.

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