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Neumünster | SHeff-Z

„MegaWattRad“ macht Stromerzeugung erlebbar

Neumünster (em) Per Muskelkraft ein Gespür für Strom entwickeln – das ist ab sofort im Schleswig-Holstein Energieeffizienz-Zentrum (SHeff-Z) an den Holstenhallen in Neumünster möglich

Im Rahmen einer Projektarbeit hat ein Team der Fachhochschule (FH) Kiel das „MegaWattRad“ für das SHeff-Z entwickelt. Den Startschuss gaben Stefan Sievers, Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft für Energie und Klimaschutz (EKSH) in Kiel, und Prof. Dr. Hans-Jürgen Block, Vorsitzender des SHeff-Z-Vereins, gemeinsam mit Professoren und Studenten sowie Schülern der Immanuel-Kant-Schule und der Gemeinschaftsschule Faldera aus Neumünster. Besucher des SHeff-Z und Teilnehmer des „Energie-Checker“-Programms, ein landesweites Bildungsangebot für Schüler ab der 6. Klasse, können damit künftig vor Ort testen, wie lange und kräftig sie in die Pedale treten müssen, um einen Ventilator, einen Tauchsieder oder eine Leuchte mit Strom zu versorgen.

Als außerschulischer Lernort lädt das SHeff-Z seit 2013 Schulklassen zum Experimentieren im Passivhaus ein. Das Angebot kommt bei den Jugendlichen gut an. „Man kann selbst etwas erarbeiten, keine stundenlangen und vor allem langweiligen Vorträge!“ So bewertete eine Teilnehmerin des „Energie-Checker“-Programms das kostenlose Bildungsangebot. „Mit dem neuen ‚MegaWattRad‘ wird Energieerzeugung und -speicherung ganz praktisch erfahrbar – nicht nur für Schülerinnen und Schüler. Wir freuen uns über das neue Ausstellungs-Highlight“, sagte Prof. Dr. Hans-Jürgen Block bei der offiziellen Inbetriebnahme.

Die EKSH in Kiel hat das „MegaWattRad“ gefördert. Der Auftrag zur Konzeption und Herstellung des Energiefahrrads ging an die FH Kiel, wo ein Team von Studenten unter der Leitung von Prof. Dr. Harald Jacobsen, Prof. Dr. Ralf Patz, Labor-Ingenieur Matthias Teichmann und Werkstatt-Leiter Detlef Möller das Projekt umgesetzt hat. Die Anforderung war, ein Fahrrad zu entwickeln, bei dem Bewegungsenergie in Strom umgewandelt wird. Diesen Strom galt es zu speichern und auch eine Möglichkeit zu finden, den erzeugten und/oder gespeicherten Strom gezielt an kleine Elektrogeräte wieder abzugeben. Das Ganze sollte auf einem Touchscreen anschaulich wiedergegeben werden.

„Energiespeicherung und -entnahme waren der Knackpunkt bei der Umsetzung“, erklärte Prof. Dr. Harald Jacobsen. „Und auch den richtigen Generator zu finden, war recht schwierig.“ Doch die Arbeit des FH-Teams hat sich gelohnt. Entstanden ist mit dem „MegaWattRad“ ein echter Prototyp. „Da sind wir auch ein bisschen stolz drauf.“

„Wir setzen beim Thema Energiebildung für junge Menschen auf praxisnahe Vermittlung von Wissen. Energie sparsam und effizient zu nutzen, ist ein Zukunftsthema, das noch großes Potenzial für Nachwuchs-Ingenieure bietet. Dafür wollen wir begeistern“, sagte EKSH-Geschäftsführer Stefan Sievers. Er lobte den engagierten Einsatz des Teams, das zielorientiert, kreativ und beharrlich an der Umsetzung des Projekts gearbeitet habe. Von zwischenzeitlichen Misserfolgen haben sich die sechs Bachelor- und Masterstudenten Sönke Nissen, Jan Lämmel, Henning Harenberg, Jannes Postel, Felix Naumann und Christian Hartwig nicht entmutigen lassen und aus Fehlern gelernt. Stefan Sievers: „Mit dem ‚MegaWattRad‘ haben Sie gemeinsam etwas erreicht, das sich sehen lassen kann!“

Foto: (Jens Neumann/SHeff-Z) Auf dem „MegaWattRad“: (v.l.) EKSH-Geschäftsführer Stefan Sievers mit dem SHeff-Z-Vorsitzenden Prof. Dr. Hans-Jürgen Block, Labor-Ingenieur Matthias Teichmann, Werkstatt-Leiter Detlef Möller, Prof. Dr. Harald Jacobsen (alle FH Kiel), Joachim Knofius und Swea Ewers (beide SHeff-Z) sowie (vorne, v.l.) den Masterstudenten Jannes Postel, Felix Naumann und Christian Hartwig.

neumuenster SHeff-Z