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Neumünster | Kirchenkreis Altholstein

Rund 900 Besucher bei Nacht der Kirchen

Neumünster (em) „Jeder hat Freude mit nach Hause genommen.“ So bringt Norbert Madle die Stimmung der 2. Nacht der Kirchen in Neumünster am Ende des Abends zufrieden auf den Punkt. Rund 85 Besucher hat er in seiner Neuapostolischen Kirche gezählt. Insgesamt ließen sich rund 900 Leute nicht die Gelegenheit entgehen, ein Gotteshaus einmal im Dunkeln zu erleben.

Wie beispielsweise in Wasbek. Kerze an Kerze reiht sich auf dem Kirchhof aneinander. Sie weisen den Weg zum Portal. Von drinnen klingt Gesang: „Da pacem domine“, übersetzt: „Gib Frieden, Herr.“ Gefühlt schwebt eine friedliche und unglaubliche Weite durch diese kleine Kirche. Kerzen an den Fenstern und im Altarraum verbreiten Wärme im sonst dunklen, herbstlich kühlen Raum. Über den Abend kommen und gehen vielleicht 25 Besucher. Pastorin Annbritt Menck hatte sich mehr erhofft. Mit Ehrenamtlichen hat sie vor der Kirche zusätzlich einen Punschstand aufgebaut. „Nehmen Sie sich doch was auf die Hand“, laden die Frauen zu Laugengebäck und anderen leckeren Kleinigkeiten ein. „Hier am Punschstand haben richtig schöne Begegnungen stattgefunden“, fasst es Pastorin Menck schließlich zusammen. „Wir haben uns ausgetauscht, Gefühle, Ängste und Hoffnungen miteinander geteilt. Ein ganz erfüllter Abend.“

Das volle Kontrastprogramm läuft in dieser Nacht im Stadtteil Gartenstadt. In der Versöhnungskirche treffen sich mehr als 200 Jugendliche aus Neumünster und Umgebung. Lachen, trinken alkoholfreie Cocktail, singen miteinander und gehen mit beim Konzert von „Imke & J“. „Und auch das Improtheater war echt gut“, meint die 13-jährige Celine.

Ähnlich viele Besucher wie in der Gartenstadt, dieses Mal 200 Erwachsene, zieht es in die Vicelinkirche. In deren Turmkapelle sitzen die Gäste in der Mitte und werden von einem Chor, den Vicelinvocals, umringt und von Musik aus unterschiedlichen Epochen eingehüllt.

Währenddessen hat Frau Noske nicht ganz so viele Zuschauer. Frau Noske ist eine Figur einer Theaterszene in den Räumen der Gemeinschaft in der Evangelischen Kirche. Ebenfalls in der Innenstadt gelegen, verirren sich nur zehn Besucher in die Klosterstraße. An Frau Noske kann es eigentlich nicht liegen. Mit Leidenschaft versucht sie, in dieser Szene in den Himmel zu kommen, an einem sturen Himmelsbeamten vorbei. Solange Frau Noske aber keine 40.000 Punkte beibringen kann, lässt der sich auf keine Diskussionen ein. Entspannter unterhält es sich da auf dem Hof der Gemeinschaft in der Evangelischen Kirche. Dort lodert Feuer in einer Schale und im Becher dampft der Apfelpunsch.

Die eigentliche Zahl des Abends lautet jedoch 700. So viele Teelichter flackern in der Kreuzkirche im Prehnsfelder Weg. Ein Schwall heißer Luft und der Geruch von flüssigem Wachs schlagen einem beim Öffnen der Tür entgegen. Wo sonst Stühle für die Gottesdienstbesucher stehen, haben Ehrenamtliche ein flimmerndes Labyrinth gelegt. „In der christlichen Tradition führt das Labyrinth zur Mitte des Glaubens, zu Christus“, erklärt Pastor Klaus Bergmann und lädt zur Meditation ein. Wohlmeinend und wohlwissend fügt er hinzu: „Aber ziehen Sie sich vorher die Jacke aus!“

Foto: Kerzen geleiten zur Wasbeker Kirche.

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