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Neumünster | Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein

Martin Luther erobert Neumünster

Neumünster (em) Auf Bannern in der Innenstadt, vor Kirchen, an Fahnenmasten und auf Plakaten in den Bussen: Martin Luther lässt grüßen, überall in Neumünster. Auch in der Holstengalerie hängt von heute an ein acht Meter langes und mehr als drei Meter breites Banner. Mit dieser Banneraktion schafft der Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein mehr als 30 Hingucker in Neumünster zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“.

„Martin Luther wollte die Botschaften des Glaubens auf die Marktplätze tragen. Nicht hochintellektuell-philosophisch, sondern hemdsärmelig in der Sprache der Leute“, erläutert Propst Stefan Block. Für die Banner-Aktion hat er sechs Aussprüche des großen Reformators ausgewählt. Alle stammen sie aus seinen sogenannten Tischreden, wo man vor 500 Jahren bei deftigen Speisen und Bier im Hause Luther gemütlich mit Gästen beisammen saß. In dieser lockeren Atmosphäre ging der Reformator auf viele Lebensfragen ein: Kurz und knapp, oft mit einem Augenzwinkern, aber nie banal. „Noch heute sind das Mutmachsätze, die uns auffordern, die Schönheit des Lebens zu sehen und nicht alles so bitter ernst zu nehmen“, findet Block und nennt als weiteres Beispiel: „Wenn Gott keinen Spaß verstünde, so möchte ich nicht in den Himmel.“

Entstanden ist die Idee zur Banner-Aktion zusammen mit der Walter-Lehmkuhl-Berufsschule in Neumünster. Dort haben angehende Mediengestalter für den Unterricht selbstgewählte Zitate Luthers grafisch umgesetzt. „Dieser Enthusiasmus, den die Schülerinnen und Schüler dabei gezeigt haben, hat mich regelrecht angesteckt, dafür bin ihnen wirklich dankbar“, sagt der Neumünsteraner Propst. Mit der Kieler Werbeagentur Kompleks hat der Kirchenkreis Altholstein das Projekt schließlich realisiert.

Doch die beste Idee, die ansprechendsten Banner nützen nichts, wenn sie keinen Platz in der Stadt finden. An verschiedene Einrichtungen, Geschäfte und Persönlichkeiten in der Stadt ist Propst Block deshalb herangetreten und war vom positiven Echo selbst überrascht: „Wir haben so viele Orte angeboten bekommen, dass wir leider gar nicht alle bestücken konnten“, sagt der leitende Geistliche. Von Anfang an im Boot war die Stadt Neumünster. Für Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras war die positive Begleitung des 500-jährigen Jubiläums der Reformation eine Selbstverständlichkeit: „Die Reformation hat das christliche Leben in Norddeutschland maßgeblich geprägt und ist deutlich mehr, als nur ein zusätzlicher Feiertag in diesem Jahr.“

Mit der Banneraktion möchte Propst Block auch auf die vielen Veranstaltungen der elf Neumünsteraner Kirchengemeinden zum Reformationsjubiläum aufmerksam machen. Die Zitate sollen ermuntern, sich mit Martin Luther und seinen Gedanken auseinander zu setzen. Die Zusammenarbeit bei dieser Aktion macht für Block deutlich: „Die evangelische Tradition gehört einfach zu Neumünster, sie ist selbstverständlicher Teil unserer Stadt.“

Der Hashtag #martinluthersagte
Auf allen Medien der Aktion findet sich der Hashtag #martinluthersagte. Pastor Ole Kosian und Vikarin Annett, Weinbrenner aus der Kirchengemeinde Gadeland sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeiter des Kirchenkreises Altholstein, freuen sich, wenn sich die Nutzer unter diesem Hashtag bei Twitter, Facebook und Instagram über die Zitate und das Reformationsjubiläum austauschen. Unter @luther2017nms sind sie bei Twitter erreichbar, verfolgen die Diskussion und beantworten selbstverständlich auch Fragen und Kommentare.

Foto: „Vorhang auf“ für das Banner in der Holstengalerie: Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras, Propst Stefan Block und Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger lassen das Martin Luther-Zitat „Man kann Gott nicht allein mit Arbeit dienen, sondern auch mit Feiern und Ruhen“ an seinen Platz hochziehen.

neumuenster Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein