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Neumünster | Agentur für Arbeit

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Juli

Neumünster (em) „Mit Beginn des Sommers und dem Start in die Feriensaison setzt ein jährlich wiederkehrender, saisonaler Effekt ein. Die Zahl der Arbeitslosen steigt, da sich zum Ende ihrer Schuloder Ausbildungszeit viele junge Menschen, die einen Ausbildungs- oder einen Arbeitsplatz suchen, arbeitslos melden.

Viele Unternehmen treffen außerdem ihre Personalentscheidungen erst nach den Sommerferien“, erläutert Thorben Sauck, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Neumünster, die aktuellen Zahlen. „Die Zahl der gemeldeten Arbeits- und Ausbildungsstellen steigt und zeigt, dass der Arbeitsmarkt in Mittelholstein sich nach wie vor in einer guten Verfassung befindet.“ Im Bezirk der Agentur für Arbeit Neumünster sind im Juli 10.752 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 122 mehr als im Juni (plus 1,1 Prozent) und 280 mehr als ein Jahr zuvor (plus 2,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt 6,0 Prozent. Im Juni betrug sie 5,9 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 5,8 Prozent.

Der Anstieg der Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr beruht auf zwei Faktoren: So haben sich mehr junge Menschen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren als im letzten Jahr arbeitslos gemeldet – ein Indiz dafür, dass mehr junge Menschen eine Ausbldung absolviert haben und nun für eine Anschlussbeschäftigung zur Verfügung stehen. Außerdem setzt sich die Entwicklung fort, dass sich zunehmend mehr Flüchtlinge nach einer Sprachförderung arbeitslos melden. In der Folge steigt die Zahl der arbeitslosen Ausländer um 401 Personen oder 26,7 Prozent.

Die Zahl der Unterbeschäftigten ist im Juli mit 14.367 im Vergleich zum Vormonat um 105 gestiegen (plus 0,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 179 gestiegen (plus 1,3 Prozent). Sie fasst die Zahl der Arbeitslosen mit der Zahl derer zusammen, die aufgrund gesetzlicher Regelungen nur deshalb nicht als Arbeitslose gezählt werden, weil sie derzeit an einer Weiterbildung oder sonstigen Förderung wie einer Arbeitsgelegenheit („Ein-Euro-Job“) teilnehmen.

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service (AGS) der Agentur für Arbeit und der Jobcenter wurden im Juli 840 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet – 183 mehr als im Juni (plus 27,9 Prozent) und 34 weniger als vor einem Jahr (minus 3,9 Prozent). Seit Jahresbeginn sind es insgesamt 6.188 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen und damit 452 bzw. 7,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe, dem Bereich Verkehr und Logistik, dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem Handel waren im Juli auf der Suche nach Personal.

Die Zahl der bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldeten Menschen (Arbeitslosengeld I) steigt im Juli im Vergleich zum Juni auf 3.580 Personen (plus 174 oder 5,1 Prozent). Im Vergleich zum Juli 2016 sind 605 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen (plus 20,3 Prozent). Die Zahl der Unterbeschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahr um 400 auf 4.346 (plus 10,1 Prozent). Im Vergleich zum Juni stieg ihre Zahl um 189 oder 4,5 Prozent.

Bei den Jobcentern sind im Juli 7.172 Menschen (Arbeitslosengeld II) arbeitslos gemeldet. Das sind 52 weniger als im Juni (minus 0,7 Prozent) und 325 weniger als ein Jahr zuvor (minus 4,3 Prozent). Die Zahl der Unterbeschäftigten sank gegenüber dem Vorjahr um 222 auf 10.020 (minus 2,2 Prozent). Im Vergleich zum Juni sank die Zahl um 85 (minus 0,8 Prozent).

Weiterhin positiv entwickelt sich auch der Ausbildungsmarkt in Mittelholstein: Seit Beginn des Berichtsjahres am 1. Oktober 2016 wurden dem Arbeitgeber-Service 2.084 betriebliche Berufsausbildungsstellen gemeldet, 136 oder 7,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum bis Juli 2016. Die Zahl der Bewerber für Berufsausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gestiegen. Bis Ende Juli meldeten sich 2.121 Bewerber, 228 oder 12,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum bis Juli 2016.

„Jugendlichen, die offen für berufliche Alternativen sind, hat der Ausbildungsmarkt auch zum Beginn der Sommerferien noch viele Chancen zu bieten. Ich empfehle, sich Unterstützung bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit zu holen. So ist der Weg in eine Berufsausbildung in diesem Jahr durchaus noch realistisch“, rät Sauck. „Auch Unternehmen, die ihre Ausbildungsstellen noch nicht besetzen konnten, finden Rat und Hilfe bei unserem Arbeitgeberservice.“ Termine für die Berufsberatung gibt es telefonisch unter 0800 4 5555 00, Arbeitgeber wenden sich an 0800 4 5555 20 (Die Anrufe sind jeweils gebührenfrei).

In der Stadt Neumünster sind:
• im Juli 3.903 Menschen arbeitslos gemeldet – 69 mehr als im Juni (plus 1,8 Prozent) und elf weniger als vor einem Jahr (minus 0,3 Prozent).
• Die Arbeitslosenquote beträgt wie im Vorjahr 9,4 Prozent. Im Juni waren es 9,2 Prozent.
• Die Unterbeschäftigung stieg von Juni auf Juli auf 5.063 (plus 28 oder 0,6 Prozent). Vor einem Jahr lag sie bei 5.147 (minus 84 oder 1,6 Prozent).
• Dem AGS wurden im Juli 357 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet – 143 mehr als im Juni (plus 66,8 Prozent) und 50 oder 12,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.
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